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Es gibt kein richtiges Deutsch im falschen Englisch




Boykott-Drohung gegen "Call of Duty 2" hat Erfolg

Die Community von "Call of Duty 2" war sehr verärgert und kündigte
deshalb einen Multiplayer-Boykott gegen das Spiel "Call of Duty 2" an.
Kurz nach dieser Drohung gab es nun eine offizielle Antwort.

Die Spieler beschwerten sich ueber Cheater, Abstürze und Bugs im Spiel.
Infinity Ward kündigte nun ein Anti-Cheat-Tool an. Dieses befindet
sich bereits in der Entwicklung.

Außerdem soll man Infinity Ward über Cheater und Bugs per E-Mail
informieren.

Webreporter: THE-PUNISHER


Peinlich, Deutsche Lufthansa...


Es ist halt einfach immer wieder peinlich...Da lese ich heute (6.8.03) die folgende kurze Notiz bei "Travelchannel" (klar, auch ein englischer Name für eine deutsche Firma, aber immerhin scheint es dort ein paar Leute zu geben, denen das pseudo-internationale Englisch- Geschwafel genau so auf den Zeiger geht wie mir):
Wenn man bei der Bildsuchfunktion von Google "body bag" eingibt, erscheint zuerst eine harmlose Umhängetasche. Als nächstes fischt die Maschine ein Motiv aus dem virtuellen Netz, das sehr an "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Spurensucher mit Plastikhandschuhen treten aus einem spätherbstlich kahlen Laubwald. Und dann wird es unappetitlich: Bild Nummer 3, ein himmelblauer Leichensack. Der body bag als Umhängetasche ist nämlich die Erfindung gedankenloser Markenstrategen.

Eine große deutsche Fluglinie machte unlängst eine besondere Erfahrung mit der peinlichen Welt der Modeworte. Viele Gäste reagierten reichlich verstört, als sie hoch über dem Atlantik kleine Beutel gereicht bekamen. Darin waren eigentlich nur Augenklappen und Ohrstöpsel, ein Schlaf fördernder Extraservice. Leider hatte man die arglose Gefälligkeit - wie könnte es anders sein - body bag getauft. Das klingt weltgewandt, sorgte bei den
Englisch sprachigen Passagieren aber vorübergehend für Unruhe und nicht für süßen Schlummer.

Danke, Deutsche Lufthansa -
du hast dich mit deinen sprachlichen Exkrementen ja immer wieder hervorgetan (ich denke nur an den Ingenieur, der - nicht im Flugbetrieb, sondern zu Lande! - gefeuert wurde, weil er deutsch sprechen wollte...) - dass du jetzt deinen Passagieren allerdings die Leichensäcke schon vorsorglich anbietest, zeugt von wenig Vertrauen in die eigenen Sicherheitsstandards!

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Bisher dachte ich, ich sei in der Lage, jeden deutschen Text zu verstehen (außer bestimmte Fachtexte).  

Es war ein Irrtum...













Ein Bodybag - kein Leichensack...

Aus einem echt coolen und wahnsinnig globalen Versandkatalog: Ein Body Bag - hoffentlich transportiert die nette junge Frau nicht heimlich Leichen darin...

Müssen wir unsere Sprache durch Gesetze schützen?

Nach einigen Jahren fast unwidersprochener Unterwanderung des Deutschen durch englische Begriffe regt sich spürbar Widerstand - und er kommt aus den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Kreisen. Auch der renommierte Stuttgarter Klett-Verlag - selbst Aussender eines Werbeprospekts in Pidgin-Deutsch - bekommt Zweifel, ob man jede sprachliche Unart mitmachen muss: Das "Denglish", erzeugt von zeitgeistigen Phrasendreschern in Zeitschriften-Redaktionen, Werbeagenturen und in der gesamten Medienbranche, hervorgegangen aus einer weltweiten Anglisierung der Fachsprachen, die mit der wirtschftlichen, politischen und technologischen Dominanz der USA zu tun und im Design-Deutsch der Computersprache ihren scheußlichen Höhepunkt gefunden hat (davon kann sich jeder überzeugen, der sich auf eine virtuelle Reise durchs deutsch"sprachige Netz begibt), regt mehr und mehr Menschen auf: "Was zu viel ist, ist too much!"

Da wird im Vorspann zum Lehrer-Diskussionsforum der ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien) behauptet: "Die verwendete Sprache ist deutsch, das Forwarden von Informationen sollte nur in begruendeten Ausnahmefaellen erfolgen" - jeder hätte "weiterleiten" verstanden!
 Da heißen Ortsgespräche (was wirklich jeder verstanden hat!) "CityCall", da wird die Bäckerei zum "BrotShop", Seilchen springen ist "out", "in" ist jetzt "Rope Skipping" - das gilt als "hype", nirgendwo in der Firma trifft man sich noch - statt dessen muss man zum "Meeting" kommen, wo ein "Hand- out" verteilt wird (statt Arbeitsblättern), das dann im "Backoffice" verschwindet (wird es dort gebacken? Ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich war mein Englisch-Studium dafür doch nicht ausreichend lang...)

Nichts gegen Jeans, Make-up, Spray, Software ("Weichware" klingt ja in der Tat eher wie "Weichei" = Warmduscher, Laternenparker oder Hotelseifensammler), aber alles gegen Monster wie Modeschöpferin Jil Sander, die allen Ernstes folgende Äußerung
abgesondert hat:

                                                                                         Red' deutsch mit mir!

Kann man solche Menschen denn noch ernst nehmen? Man muss es wohl - wenn
es nicht einen allgemeinen Bewussteinswandel gibt. Und da muss steter Tropfen 
den Stein höhlen und das Kleinvieh aus dem Stall geholt werden, das bekanntlich
auch Mist macht... 

Übrigens: Vor einiger Zeit hat Jil Sander einem deutschen Nachrichtenmagazin ein Interview [das
ist z.B. ein kaum noch verzichtbarer Anglizismus...] völlig in deutscher Sprache gegeben.
Es geht also doch! 

Erfreulich, dass es trotz aller Versuche der Werbestrategen und Medienaffen auch
noch Jugendliche gibt, die sich in witziger Weise dem Problem nähern - wie z. B. die
spaßigen Leute von der Christenfront...






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Hier haben Sie Zugriff auf eine der
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     Im Moment können Sie sich dort ganz auf 9 unterschiedliche
     Internet-Services
konzentrieren:

    AddWap, AddSale, AddBuy, AddMail, AddCommunity, AddSecurity, 
                                 AddFoto, AddFlirt, AddPhone
 


   23.10.03: Notwendige Ergänzung: AddCom gibt's nicht mehr - ein Zufall??

 15 Dez. 2000 

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erreicht mich Ihre Werbung für das so genannte AddCom- Portal. In dem Text stehen auf engem Raum 25 englische, pseudoenglische und deutsch-englische Mischmasch-Begriffe, die
ich kaum noch verstehen
kann - und dies als jemand, der seit 40 Jahren gut Englisch spricht (neben fünf weiteren Fremdsprachen; dies nur zur Erläuterung, bevor Sie mich in irgendeine politische
politische Schublade stecken, mit  der ich absolut nichts zu tun habe...)

Ich empfinde einen solchen Text schlicht als Zumutung -  ich erwarte, dass ich in Deutschland auch in deutscher Sprache angesprochen werde und nicht in  diesem unerträglichen pseudokosmopolitischen amerikahörigen Demutsgestammel, dessen Autoren sich offenbar schämen "willkommen" zu sagen", die keine "Nachrichten" mehr anbieten, weil "news" offenbar einen höheren Informationswert haben, die unsägliche Neu-Wörter ("Intertainment" - soll wohl lustig sein) oder Dopplungen ("Entertainment-Vergnügen" - das ist so abartig wie "News- Nachrichten" oder "Computer-Rechner")
erfin
den, keine Filme mehr kennen, sondern nur "Movies" -
immerhin:  eine "Filmdatenbank" haben Sie noch, aber das ist wohl ein Versehen [falls Sie das deutsche Wort nicht verstehen: ich meine "ein Bug"] gewesen... - und geradezu groteske Formulierungen wie "Big Bag Sortiment" absondern; dass bei Ihnen keine Spiele mehr
möglich sind, sondern nur noch "Games", versteht sich dann fast von selbst.

Pervers - mir fällt kein anderer Ausdruck ein - ist der Höhepunkt Ihres einführenden Artikels - die Namen der 9 "Channels", die nicht mal mehr einen Restbestand an Deutsch enthalten; damit will ich mich nicht mehr einzeln auseinandersetzen, denn ich merke, wie mein Blutdruck jetzt schon steigt.

Ich bitte um Verständnis, dass ich "Informationen" dieser Art nicht mehr bekommen möchte und bitte Sie, meinen Namen aus allen bei Ihnen vorhandenen Listen zu streichen.

Nebenbei: Ich bin weder "rechts" noch irgendwie "radikal"  oder auch nur "deutschtümelnd" - ich bin nur einfach der Meinung, dass man als Deutscher in Deutschland das Recht hat, deutsch zu reden und auf Deutsch angesprochen zu werden - mehr nicht. 

Zu viel verlangt?

D. Mahnert


 
 

Weg mit den altmodischen deutschen
Städtenamen!!!

Gegen die immer noch grassierende Unsitte, Locations in Germany entgegen den Wünschen unserer zunehmend nur noch English sprechenden Folks und Kids weiterhin die hässlichen und uncoolen deutschen Names zu geben,  fordere ich: Weg von dumpfem deutschen Provinzialismus hin zu neuer globaler Denk- und Sprechweise, zu stylischen, freshen Ortsnamen, die jeder aussprechen kann!

Vorbildlich die zweitgrößte deutsche Stadt: Sie hat die Zeichen der Zeit erkannt und aus dem lächerlichen "Schinkenburg" ein angemessen weltoffenes und global verstehbares HAMBURG gemacht - die liebenswerte Initiative der Firma McDonald's, diese Entscheidung der Hamburger Bevölkerung dadurch zu ehren, dass die weltweit beliebten Fleischklopse (ob mit oder ohne BSE...) den neuen Namen dieser Stadt tragen, war hoch verdient...

 "Kiel" zieht nun nach und ändert seinen Namen in "Keal" - noch besser wäre allerdings Keel oder Quill -  dann ist es gleich richtig übersetzt!...


© Sprach-Nachrichten 1/2001, S. 1

Weg mit anderen Ortsnamen, die unsere ausländischen 
Gäste nur verwirren würden und uns den Ruf des Natio-
nalismus einbringen! Ich schlage vor:

Für Anfänger:
"Rainsborough" statt Regensburg
"Openbrook" statt Offenbach
"Manhome" statt "Mannheim"
"Redborough" statt Rothenburg
"Eat" statt Essen (ist auch 2 Buchstaben kürzer!)
"Theremouth" statt Dortmund
"Hall" statt Halle (immerhin 1 Buchstabe weniger!)
"Freeborough" statt Freiburg
"Overhouse" statt Oberhausen
"Heford", "Pigford" statt Erfurt und Schweinfurt
"Williamsport" statt Wilhelmshaven
"Mothertown" statt Mutterstadt

Für Fortgeschrittene, die auch eine kreative Rechtschreibung ertragen...:
"Taught" statt ?
"Something-New" statt ?
"Intestinestown" (schlecht: viel zu lang...) statt ?
"Rawstick" statt ?
"Halftown" statt ?
"Littledouble-A" statt ?
"Heavy-in" statt?
"Brown-be-silent!" statt ?
"Seasoningborough" statt ?
"Mine" statt ?
"Turnhim?" statt ?

Endlich weiß ich, wer die - verhältnismäßig doch eher kleine - Zielgruppe eines Body Shops ist...


Body Shop

***
So kann man sich selbst verarschen - woher sollte der Marketing-Experte aber auch wissen, dass jeder, der Englisch kann, unter einem Bad Guide einen schlechten Führer versteht???
Bad Guide  



Eigentlich zu traurig, als dass man darüber lachen könnte...

Jobless


alle Karikaturen gefunden bei:
http://home.debitel.net/user/thomgeist/seite3.htm

weitere Karikaturen zum Thema bei  Rosentreters

und schließlich für Menschen, die auch österreichische Dialekte verstehen:
"Mosquitochurches" statt ???

Die Auflösung gebe ich gerne per e-Post... ;-)